SZENENWECHSEL 3

Joachim Ickrath, aus der Serie Pentagram . Acryl auf Leinwand, 60x60cm 2026.
Mattis Lehmann, Gang zum Adel, mixed media on canvas, 40x30cm, 2026

 

Vernissage: Dienstag, 17. März, 18:00 – 21:00 Uhr

Johannisstrasse 3A, 66111 Saarbrücken // Dauer der Ausstellung: 10.02. – 28.03.2026

Kurator: Esad Puzić   // Einführung:  Dr Johannes Birringer

In der dritten und letzten Phase des “Szenenwechsel” – Projekts stellt Gallery Puzić den bekannten Maler Joachim Ickrath mit neueren Werken vor. Ickrath verarbeitet sein bewegtes Leben (u.a.  mehrjährigee Aufenthalte im fernen Osten, um sich mit Sprache, Texten und Mythologie des Hinduismus vertraut zu machen, aber ebenso sein Studium christliche Mystiker und Weisheitslehrer fortführend) – auf der Suche nach dem „was die Welt im Innersten zusammenhält” (Goethe).

Seine abstrakt scheinenden Gemälde pulsieren und strömen mit starken, farbigen Linien. Linien verfolgen Linien, erweitern das Zeichnen als Nachziehen, Nachzeichnen. Diese Zeichen verkörpern konkrete Kunst, die in ihrer radikalen Konsequenz der reine Ausdruck von harmonischem Maß und Gesetz sein kann, in der Art wie sie Systeme oder Ordnungen mit künstlerischen Mitteln schafft, die gleichermassen real und geistig, unnaturalistisch und dennoch naturnah sind.

Die neuen Bilder des Pentagramm-Zyklus in dieser Ausstellung haben als formale Basis das Fünfeck. Die Ecken des Pentagramms dienen als Koordinaten. Diesen nach zu gehen und zu folgen ist das Thema des Forschens und Experimentierens: Es entstehen Kreuzungen, Überlagerungen, Schnittpunkte und Körper. Es wird mit den einfachsten Komponenten gearbeitet. Das Profunde im Elementarsten zu finden ist hier eine erlebte Erkenntnis, so wie komplexe Formen zerlegt und zergliedert werden können. Diese archaischen Formen. die ja auch Symbole des Spirituellen sein können, sind sowohl Ausgangspunkt wie Ergebnis der hier publizierten Arbeiten.

Wir freuen uns darauf, Ickraths Arbeiten am 17. März auch in einem Künstlergespräch, zusammen mit Mattis Lehmann, inszenieren zu dürfen.

 

(photos from the opening night / Bilder von der Vernissage am 17. März   © Gerhard Schaal)

Andy Feehan, Doors for Mr Blake, Oil, acrylic, foam core, cardboard, sand, polyethylene, wood on canvas, 130x97x10cm, 2023

Zusammen mit Ickraths Kunstwerken wird dieser Szenenwechsel auch ein paar Überraschungen bereithalten, zum Beispiel die drei-dimensional wirkenden Gemälde von verschlossenen Türen und ikonischen Hausfassaden, die der in Frankreich arbeitende Texaner Andy Feehan in kleinen Orten der französischen Provinz entwickelt hat. Oder die Re-Kontextualisierungen des jungen Künstlers Mattis Lehmann (HBK Absolvent), der seine älteren Malereien fragmentiert, vernäht, von ihren ursprünglichen Keilrahmen löst: das Garn fungiert dabei als zeichnerisches wie auch verbindendes Medium. Durch die unterschiedlichen Werke, teils in Mischtechnik ausgeführt, ergibt sich ein vielschichtiger Materialmix. 

Als Überraschung sollen auch die beiden geometrischen Skulpturen von Hans Adam gelten, dessen Werke mit feiner geometrischer Obsession sich vorsichtig Ickraths “Gesetzmässigkeiten” annähern.


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