« Prozesse des Werdens - Die Neuschaffung des Gesehenen »
Malerei: Jörg Mathias Munz & Objekte: Michael Ott
Vernissage: Dienstag, 31. März
Dauer der Ausstellung: 31.03. – 09.05.2026
Johannisstrasse 3A, 66111 Saarbrücken
Kurator: Esad Puzić // Einführung: Dr Johannes Birringer
Die Gallery Puzić freut sich, dem bekannten saarländischen Künstler Jörg Mathias Munz ein Forum zu geben für eine kuratierte Auswahl seiner farbintensiven, leuchtenden Landschaften – Werke entstanden über einen Zeitraum der letzten acht Jahre.
“Prozesse des Werdens – Die Neuschaffung des Gesehenen” ist eine Show, die die Besucher überraschen wird in den gezeigten Spannungsfeldern zwischen Realismus, Abstraktion und autonomer Malerei, wie auch zwischen experimenteller, oft ganz zufällig entstehender Fotografie, und vom Künstler mit Ölfarbe übermalten Fotos, die in einem Umformungsprozess diese Fotos weiterverarbeiten und verändern. Dies im Pendant mit den eigenwilligen, formvollendeten Holz-Skulpturen und Gefässen des Saarbrücker Bildhauers Michael Ott.
Zentrales Thema in den Werken ist die Natur, aber eben nicht (nur) als Ursprung oder romantische Aura begriffen, sondern als ein im stetigen Wandel sich bewegendes Gefüge, wie auch unerschöpfliche Inspirationsquelle von Formen, Farben und Lichtverhältnissen, die neu zu entdecken sind. Munz geht es nicht um das Abbilden von Landschaft. Natur erschließt sich in unserer „durchzivilisierten Gesellschaft“ nicht nur im Panoramablick über Wiesen und Wälder, sondern im Erfassen dessen was sie im Innersten zusammenhält: ihren Strukturen, deren Teil – und nicht nur deren Beobachter – wir selbst sind.
Munz nimmt reale, gezeichnete oder fotografierte Landschaftsausschnitte zum Anlass der Arbeit; das fertige Bild aber ist letztendlich eine Neuschaffung des Gesehenen. Diese „entrealisierte Malerei“ eröffnet neue Interpretationsmöglichkeiten des Sehens und Erkennens und lässt dem Betrachter viel Freiheit für eigene Assoziationen.
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit dem Titel „Munz: Prozesse des Werdens – Die Neuschaffung des Gesehenen. Werke 2018–2025“.
Michael Otts fein-elaborierte Gefässe und Giacometti-haften Stelen wirken gleichzeitig stark und zerbrechlich, im Sinne einer der Natur abgelauschten Sensibilität der faserhaften Leuchtkraft des lebendigen Holzes, die der “Woodturner” und Künstler aus den Bäumen, seinem Material, gedrechselt und gewonnen, dann oft auch geflammt oder mit Stein und Glass verbunden hat. In der Werkgruppe Hinter der Litfaßsäule, zum Beispiel, steht die Behandlung mit dem Feuer für den Klimawandel, und die Anordnung der Skulptur für die Menschen auf der Klimaflucht. Beachtenswert auch seine fünf schlanken, grazilen Vasen, gewonnen aus Thujaholz, mit Feuer behandelt & geölt, sowie das spannende Ensemble der Objekte, die der Künstler zur dt-frz. Freundschaft geschaffen hat.
Wenn Sie Vernissage und Einführung, bzw. Interviews with dem Galeristen verpasst haben, besuchen Sie den „Kunstbühne-Podcast“.
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Die Rezension der Ausstellung in der Saarbrücker Zeitung
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© 2026
photos courtesy of Gerhard Schaal
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