{"id":3560,"date":"2024-03-08T16:24:53","date_gmt":"2024-03-08T16:24:53","guid":{"rendered":"https:\/\/gallery-puzic.com\/?page_id=3560"},"modified":"2024-05-18T11:49:41","modified_gmt":"2024-05-18T11:49:41","slug":"die-frau-in-der-kunst2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gallery-puzic.com\/en\/die-frau-in-der-kunst2\/","title":{"rendered":"Die Frau in der Kunst 2"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"3560\" class=\"elementor elementor-3560\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-3b8d7d5 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"3b8d7d5\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-1b32ecf\" data-id=\"1b32ecf\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-787bbdd elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"787bbdd\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>.<\/p><p><strong>Die Frau in der Kunst<\/strong><\/p><p><strong><em>Wahrnehmungen dazu und eine subjektiv-eigenwillige Einf\u00fchrung<\/em><\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p>Uschi Schmidt Lenhard<\/p><p>\u00a0<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-36707ef elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"36707ef\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-f9a29e5\" data-id=\"f9a29e5\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-029aa7d elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"029aa7d\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-22d58df\" data-id=\"22d58df\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d6dc1ad elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"d6dc1ad\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><strong>1<\/strong><\/p><p><strong>Die Frau in der Kunst \u2013 <\/strong>Das ist nat\u00fcrlich ein riesengro\u00dfes Thema. Ich aber werde hier, jetzt, nur einen kleinen Vortrag halten, mit meinen subjektiven, vielleicht auch eigenwilligen Wahrnehmungen. [1]<\/p><p><strong>\u00a0<\/strong><\/p><p>Die Frau in der Kunst, das d\u00fcrfte keine gegenteilige Meinung hervorrufen, ist so unterrepr\u00e4sentiert wie auf anderen \u00f6ffentlichen Gebieten und in fast allen Religionen auch. \u00dcber die Gr\u00fcnde daf\u00fcr ist auch bereits vielfach nachgedacht worden, meist in Begriffen, die wiederum Unmut hervorgerufen haben. Junge Frauen wollen darum mit dem abgenutzten Wort \u201eFeminismus\u201c vielfach nichts mehr zu tun haben. Sie \u201ef\u00fchlen\u201c sich gleichberechtigt\u2026Was nat\u00fcrlich nicht stimmt.<\/p><p>Die Begriffe \u201eFeminismus\u201c, \u201ePatriarchat\u201c, \u201ealte wei\u00dfe M\u00e4nner\u201c bezeichnen zwar bestimmte Beobachtungen, aber sie grenzen aus und f\u00f6rdern Unfrieden. Sie f\u00fchren dazu, dass sich M\u00e4nner zum Beispiel nicht angesprochen f\u00fchlen bei dem Begriff \u201eFeminismus\u201c und davon ausgehen, dass sie sich darum nicht zu k\u00fcmmern br\u00e4uchten.<\/p><p><strong>\u00a0<\/strong><\/p><p>Bleiben wir daher also erst einmal bei der Frage nach den <strong>Wirkungen<\/strong>, den Wirkungen nach innen und au\u00dfen, die die nicht zu leugnende Unterrepr\u00e4sentanz von Frauen hervorruft. Und danach, wie unsere <strong>Wahrnehmungen<\/strong> dadurch gepr\u00e4gt werden. Unsere Selbst- und Fremdwahrnehmungen.<\/p><p><strong>\u00a0<\/strong><\/p><p>Was macht es mit den M\u00e4dchen, mit den Jungen, wenn man \u00fcberall sieht, dass es viel mehr Politiker gibt als Politikerinnen, viel mehr Professorinnen als Professoren, viel mehr K\u00fcnstler als K\u00fcnstlerinnen? Wie viele Philosophinnen sind bekannt? Wie viele Komponistinnen? Wie viele Malerinnen? Warum gibt es sie nicht, werden die M\u00e4dchen und die Jungen fragen? Es gibt sie! Aber sie werden nicht wahrgenommen. Wie wirkt sich das auf den Vorbildcharakter aus?<\/p><p>Dabei kann man unterscheiden zwischen der Frau als Subjekt und als Objekt der Darstellung. Bei der Frau als Objekt der k\u00fcnstlerischen Darstellung gibt es wahrscheinlich keine nennenswerten zahlenm\u00e4\u00dfige Unterschiede zum Mann. Allerdings vielleicht in der Art, wie auf sie geschaut wird, wie sie wahrgenommen wird, durch den m\u00e4nnlichen oder durch den weiblichen Blick.<\/p><p>Anders sieht es aus, wenn man die Frage stellt, wie viele Frauen sichtbar sind als Gestalterinnen von Kunst, als K\u00fcnstlerinnen (auch Wissenschaftlerinnen), als Museumsleiterinnen, Galeristinnen, also im Hinblick auf die Frau auf dem Kunstmarkt. Wie viele Frauen also geh\u00f6ren zu denjenigen, die ausw\u00e4hlen, wer ausgestellt wird oder nicht. Wie viele Frauen geh\u00f6ren zu denjenigen, die die Normen setzen? Das \u00e4sthetische Urteil f\u00e4llen?<\/p><p><strong>\u00a0<\/strong><\/p><p><strong>\u00a0<\/strong><\/p><p><strong>2<\/strong><\/p><p>Am 13. Dezember 2017 fragte ich per Mail beim Saarlandmuseum nach:<\/p><p><em>Bitte k\u00f6nnten Sie mir sagen, wie viele Kunstwerke derzeit in der Modernen Galerie ausgestellt sind und wie viele davon von K\u00fcnstlerinnen stammen?<\/em><\/p><p><em>\u00a0<\/em><\/p><p>Am 4. Januar 2018 erhielt ich die Antwort:<\/p><p><em>In der Modernen Galerie sind derzeit ca. 370 Kunstwerke ausgestellt, davon ca. 25 von K\u00fcnstlerinnen. Dabei spielt die K\u00fcnstlerin Pae White mit ihren Rauminstallationen, die zwei ganze R\u00e4ume umfassen, aktuell eine besonders prominente Rolle, die sich nicht nach der Anzahl der Werke beurteilen l\u00e4sst.<\/em><\/p><p>Am 25. Mai 2018 fragte ich bei der Deutschen Radio Philharmonie, beim SR, nach:<\/p><p><em>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/em><\/p><p><em>ist es Ihnen, ohne gr\u00f6\u00dfere Umst\u00e4nde, m\u00f6glich, mir mitzuteilen, wie viele (und welche) Komponistinnen \u2013 im Vergleich zu den Komponisten \u2013 Sie in der kommenden Saison zur Auff\u00fchrung bringen werden?<\/em><\/p><p>Drei Tage sp\u00e4ter erhielt ich die Antwort:<\/p><p><em>Liebe Frau Schmidt,<\/em><\/p><p><em>in unserem sinfonischen Repertoire der kommenden Saison taucht leider keine Komponistin auf.<\/em><\/p><p><em>Darf ich den Grund Ihrer Frage erfahren?&#8230;<\/em><\/p><p>\u00a0<\/p><p>Am 6.2.2023, auf SR 2, vor den 9 Uhr Nachrichten stellte Gabi Savacs eine CD mit lauter Musikerinnen vor. Die CD hei\u00dft \u201eFemme\u201c.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Hei\u00dfen die CDs mit lauter M\u00e4nnern \u201eHomme\u201c?<\/p><p>Um deutlich zu machen, worum es mir hier geht, ist, dass CDs mit M\u00e4nnern die Norm bilden, w\u00e4hrend man CDs mit Frauen als solche kennzeichnen zu m\u00fcssen glaubt.<\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>3<\/strong><\/p><p><strong>Der Wahrnehmungsfokus<\/strong><\/p><p>Der Wahrnehmungsfokus auf den Mann ist noch immer das Normale. Das registrierte auch Waltraud Schiffels, die vor ihrem Geschlechtswechsel vom Mann zur Frau Germanist am Lehrstuhl f\u00fcr deutsche Literatur an der Uni war. Als Frau erst wurde ihr das bewusst, und sie schrieb: \u201eWieso war meine gewu\u00dfte Literaturgeschichte eine Geschichte schreibender M\u00e4nner gewesen? Weil sie meine Literatur geschrieben hatten! O ja.\u201c [2] Und als Frau gestaltete sie nun ihre ganze Welt und Weltgeschichte um. Sie sah die Welt nun mit \u201eneuen\u201c Augen, unter neuen Perspektiven.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Wenn sich M\u00e4nner in Fachzeitschriften, im Feuilleton \u00fcber Kunst, Literatur oder \u00e4hnliches \u00e4u\u00dfern, ist es keine Seltenheit, wenn sie sich nur auf M\u00e4nner konzentrieren. Dass keine Frau dabei erw\u00e4hnt wird, f\u00e4llt nicht weiter auf.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Wenn M\u00e4nner Literatur schreiben, ist das Literatur.<\/p><p>Wenn Frauen Literatur schreiben, ist das Frauen-Literatur.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Was also passiert mit uns, also mit M\u00e4nnern, mit Frauen, wenn uns die Weltwahrnehmung durch den Fokus von M\u00e4nnern vermittelt wird? Wenn durch sie die Auswahl dar\u00fcber f\u00e4llt, was wichtig, was unwichtig ist und welche Werte gelten.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Vor einiger Zeit sprach ich mit einer jungen Autorin, die mir erz\u00e4hlte, dass sie als Sch\u00fclerin den damals noch immer verp\u00f6nten Henry Miller gelesen habe. Es habe ihr gefallen, damit gegen \u201edie Moral\u201c versto\u00dfen zu k\u00f6nnen. Sp\u00e4ter aber sei ihr bewusst geworden, dass sie sich mit dem Erz\u00e4hler, also mit dem Mann, identifiziert hatte. Dann sei ihr die Freude an der Lekt\u00fcre vergangen, nun habe sie erkannt, wie gedem\u00fctigt die Frauen in seiner Literatur wegkamen.<\/p><p>Beim Kauf eines neuen Germanistik-Studienbuchs, 2014, fiel mir auf, dass im Personenregister keine Wissenschaftlerinnen auftauchten. In einem Buch \u00fcber die \u201ePhilosophie des 20. Jahrhunderts\u201c hatte man die Frauen auch \u201evergessen\u201c. Aus dem Jahr 2013 stammt das Buch von Wolfgang Welsch \u201eGlanzmomente der Philosophie\u201c. Von Heraklit bis Julia Kristeva, hei\u00dft es im Untertitel. Klasse, dachte ich. Es \u00e4ndert sich was. Doch dann stellte sich heraus, dass Kristeva tats\u00e4chlich die einzige Philosophin war, die erw\u00e4hnt wurde, und auch nur in einem kurzen Abschnitt. Also doch nur ein Zugest\u00e4ndnis und keine Einsicht, dachte ich.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Ich frage meine gebildeten Freunde, ob sie Philosophinnen kennen. Kaum jemand kennt welche. Warum nicht? Es ist also nicht nur, wie ein Mann spekulierte, dass die Frauen keine Zeit hatten wegen Kindern und Haushalt f\u00fcr berufliche, k\u00fcnstlerische T\u00e4tigkeiten, sie wurden und werden in vielen Kulturen noch immer nicht zugelassen zu Studium von Wissenschaft und Kunst. Genau wie die Frauen, die im Bauhaus ausgebildet werden wollten, nur f\u00fcr die Handarbeiten zugelassen wurden. Auf meine Frage nach den Komponistinnen gab man mir die tr\u00f6stende Antwort, dass es mittlerweile einige B\u00fccher extra \u00fcber Komponistinnen gebe. Ja, danke, sagte ich, das wei\u00df ich. Aber ich m\u00f6chte eigentlich h\u00f6ren, wie sie klingen. <\/p><p><strong>4<\/strong><\/p><p><strong>Wie m\u00e4nnlich ist die Weltwahrnehmung?<\/strong><\/p><p>Wie m\u00e4nnlich ist die \u00e4sthetische Geschmacksbildung, die daraus folgt? Und welche Normen bilden sich dadurch heraus? Ich war zweimal in Chicago. Zun\u00e4chst vom Hotelzimmer aus betrachtete ich, wie die Trassen der U-Bahn \u00fcberirdisch verliefen zwischen den H\u00e4usern, etwa in der H\u00f6he des dritten oder vierten Stockwerks. Ich fragte mich, wer auf die Idee komme, so etwas zu planen. Hat jemand an die Menschen gedacht, die da wohnen, die da gehen? Was ist der Mensch in diesen dunklen Stra\u00dfenschluchten? Wie wirken die Hochh\u00e4user auf die Menschen in der Stra\u00dfe? Wie hoch kann man ein Haus bauen? Einen \u201eWolkenkratzer\u201c. Warum? Sp\u00e4ter erfuhr ich in einem Architektur-Beitrag, dass es unter den Gro\u00dfst\u00e4dten der Welt eine Konkurrenz dar\u00fcber gebe, wer den h\u00f6chsten Turm habe \u2026 Es sind die Architekten, die in der Konkurrenz dar\u00fcber stehen, offensichtlich nicht die Architektinnen. Erfuhr ich in Chicago.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Ich m\u00f6chte hier und heute und auch sonst nicht hetzen oder jemanden angreifen. Weder die M\u00e4nner, noch die Frauen. Das tut man anderenorts bereits genug. Hetze, H\u00e4me, Herabminderung, Verunglimpfung sind mehr oder weniger zerst\u00f6rerisch und bisweilen sehr gef\u00e4hrlich.<\/p><p>Ich will nur \u00fcber das, was mir auff\u00e4llt, nachdenken. Will Gr\u00fcnde suchen und Auswege.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Vielleicht auch als einen programmatischen Entwurf f\u00fcr ein zuk\u00fcnftiges gemeinsames Kunstschaffen, in dem ein Titel wie \u201e<strong>Die Frau in der Kunst<\/strong><strong>.<\/strong>\u201d hinf\u00e4llig w\u00fcrde.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u201cRilke\u201d, schrieb Klaus Modick in seinem Roman \u201eKonzert ohne Dichter\u201c [3] sei \u201eungeheuer stolz gewesen auf sein Werk.\u201c Er habe Exemplare davon den M\u00e4nnern, den Malern, mit denen er sich darin besch\u00e4ftigt hatte, mit gro\u00dfen Gesten und pathetischen Widmungen \u00fcberreicht. Paula Modersohn-Becker und Rilkes Ehefrau Clara Rilke-Westhoff bekamen kein Buch. \u201cAls K\u00fcnstlerinnen\u201c, schreibt er, \u201ekamen sie gar nicht vor, nicht einmal als Ehefrauen. Da konnte Clara noch so gehorsam bei Rodin studieren \u2013 Frauen waren f\u00fcr Rilke Geliebte, Musen bestenfalls. (\u2026) Es bedeutete, dass die Dichter das Sagen hatten, die Maler das Zeigen, und den Frauen blieb das Sein. Insbesondere das Da-Sein, das st\u00e4ndige Bereit-Sein f\u00fcr die Dichter und Maler. \u201c<\/p><p>Warum war, warum ist es heute noch so, in vielen Kulturen, vor allem in fast allen Religionen, dass die Frau als solche keine Beachtung findet? Einmal fragte die Journalistin einen Bischof, ob sie auf der Konferenz auch \u00fcber die Frauenordination beraten w\u00fcrden. Nein, bekam sie zur Antwort, daran sind wir nicht interessiert. Im Denken vieler M\u00e4nner spielt die Frau keine ernstzunehmende Rolle. Im generischen Maskulinum ist sie im wahrsten Sinne des Wortes nicht einmal \u201emitgemeint\u201c.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Es gab und gibt verschiedene Studien, die sich mit Frauen- und M\u00e4nnerverhalten besch\u00e4ftigen. Auch w\u00e4hrend meines Studiums habe ich mich sehr daf\u00fcr interessiert. In der Soziologie untersuchte man eine geschlechterspezifische K\u00f6rpersprache, in der Linguistik das Sprachverhalten von Frauen und M\u00e4nnern. Dabei ist immer die Frage: Was ist biologisch? Was ist rollen-spezifisch? Wie etwa u.a. Simone de Beauvoir oder Judith Butler es vorgedacht haben.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Dabei sollte man nicht auf \u201edie\u201c Frau oder \u201eden\u201c Mann an sich eingehen, denn wir wissen alle, dass diese Konstruktion in ihrer Reinform nicht auftritt. Andere Menschen sind anders. Dennoch gibt es Unterschiede, die man als typisch Frau oder als typisch Mann offensichtlich einstufen kann.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Vielleicht k\u00f6nnte man mit dem, hoffentlich, neutralen Begriff, \u201ePrinzipien\u201c weiterarbeiten? Prinzipien sollen die Verhaltensnormen genannt werden, die sich bei der Betrachtung der unterschiedlichen Verhaltensweisen herausstellten.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Man gab den M\u00e4nnergruppen und Frauengruppen dieselben Aufgaben zu l\u00f6sen und beobachtete die unterscheidbaren, unterschiedlichen Wege, die sie bei der L\u00f6sung der Aufgaben, anstrebten. Die Frauen setzten sich zusammen und \u00fcberlegten solidarisch, oder im Team, den Weg zum Ziel, derweil die M\u00e4nner zuerst einen Chef w\u00e4hlten, um dann an die L\u00f6sung der Aufgaben zu gehen.<\/p><p>Die Gruppen l\u00f6sten die Aufgaben \u00fcbrigens gleich gut.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Was kann man daraus schlie\u00dfen? Was folgt daraus? Und ist oder wie ist das \u00fcbertragbar auf gesellschaftliche Belange?<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Das Prinzip von <strong>Team-Bildung<\/strong> oder das <strong>solidarische<\/strong> Prinzip, hat eher <strong>das Ziel <\/strong>im Auge. Dabei steht nicht der Einzelne im Mittelpunkt, sondern das Ziel, die L\u00f6sung des Problems.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Einen Chef zu w\u00e4hlen bedeutet, dass sich die \u00fcbrigen Gruppenmitglieder unterordnen. Das hei\u00dft, es entsteht eine <strong>Hierarchie<\/strong>, ein hierarchisches Denken. Dazu muss der Chef jeweils seine \u00fcberragende Kompetenz immer wieder behaupten. Damit einher geht ein gewisser <strong>Eigennutz<\/strong>. Er muss sich selbst n\u00fctzen, um seine Position zu behalten. Und folgerichtig entsteht daraus die <strong>Konkurrenz<\/strong>. Der Konkurrenz-Kampf. Man muss sich also immer wieder messen mit anderen, um herauszufinden, wer der beste, der gr\u00f6\u00dfte, der schnellste ist oder wer den h\u00f6chsten Turm baut. Da gibt es also immer Sieger und Besiegte, und es gilt das Prinzip der Abgrenzung. Der Ausgrenzung der anderen.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u201eIch glaube, Rilke redet gar nicht von dir\u201c, sagte Paula zu ihrem Mann. \u201eEr redet auch nicht von Vogeler oder Mackensen oder Overbeck. Er redet nur von sich selbst. Er redet immer nur von sich selbst. Ich, meiner, mir, mich. Das ist so seine Rede. Das ist aber nicht die rechte Art, \u00fcber Kunst zu schreiben. Und dann diese Vorsichtigkeiten und die Angst, es mit jemandem zu verderben, der einem im sp\u00e4teren Leben noch einmal n\u00fctzlich sein k\u00f6nnte. Diese Strebertum! Diese Anbiederei! Allen schmiert er Honig ums Maul. (\u2026) Und dann seine Angeberei. Er will sein kleines Licht heller machen, indem er die Strahlen gro\u00dfer Geister auf sich lenkt. Tolstoi! Rodin! Und so benutzt er auch uns hier. Wenn er Worpswede sagt, meint Rilke nur sich selbst.\u201c[4]<\/p><p><strong>5<\/strong><\/p><p><strong>Die Normsetzung im hierarschichen Prinzip<\/strong><\/p><p>Im hierarchischen Prinzip findet die Normsetzung statt, durch Beurteilung, Kritik und Bewertung.<\/p><p>Wenn ich Literatur oder ein Bild beurteile, kritisiere oder bewerte, mache ich damit klar, dass ich der Chef bin, der das kann. Und diejenigen, die ich beurteile, erkennen an, dass ich das kann. Sie ordnen sich dem unter.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Meine Kompetenz kann ich auf verschiedene Arten beweisen. Durch Festigkeit in der Stimme. Dadurch, dass ich gelernt habe, nicht zu sagen: Ich <u>glaube<\/u>, das ist ein gutes Bild oder eine gute Literatur, sondern zu sagen: Das <u>ist<\/u> gute Literatur! Das <u>ist<\/u> ein gutes Bild! &#8211; Das waren die Unterschiede, die man linguistisch im Sprachverhalten zwischen den Geschlechtern festgestellt hat. Frauen und M\u00e4nner wussten \u00fcber eine Sache gleicherma\u00dfen Bescheid. Die einen pflegten zu sagen: Das ist so! Die anderen sagten eher: Ich glaube, das ist so. Man kann jetzt raten, wer die M\u00e4nner, wer die Frauen waren.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Ein Chef also muss Selbstsicherheit in Auftreten und seinen \u00dcberzeugungen unter Beweis stellen.<\/p><p>Dass zu der Einnahme einer Chef-Position neben der Selbstbehauptung noch ganz verschiedene Kriterien, unter vielem anderen auch Reichtum nat\u00fcrlich eine Rolle spielen, sollte hier in unserem Zusammenhang klar sein. Diese sind, das m\u00f6chte ich hier auch noch einmal explizit erw\u00e4hnen, nicht nur auf das biologische Geschlecht begrenzt.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Gleichwohl ist die Frage: Wie gro\u00df aber ist der Einfluss von M\u00e4nnern, die die Mehrzahl bilden unter den Kunstschaffenden in leitenden Positionen? Es sind also noch immer vielfach die Museumsdirektoren, die die Anzahl der Maler im Verh\u00e4ltnis zu den Malerinnen festlegen. Bei allen Leistungen, die man messen kann, ist es einfach und eindeutig, Sieger und Besiegte zu benennen. Doch wie verh\u00e4lt es sich bei Kunstwerken? Kunstwerke sind unvergleichlich. Kein Bild gleicht dem anderen. Keine Literatur kann man mit einer anderen vergleichen. Von keinem Film kann man sagen, dass er besser sei als der andere. Ist das <strong>hierarchische Prinzip<\/strong> das angemessene, um Normen zu setzen durch Beurteilung, Kritik und Bewertung? Nach welchen Kriterien wird beurteilt?<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Seit 1901 wird der Nobelpreis verliehen. Seit der ersten Verleihung haben insgesamt 119 Literaturschaffende den Nobelpreis erhalten. Darunter befinden sich 102 M\u00e4nner (85,7\u00a0%) und 17 Frauen (14,3\u00a0%).<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Die Menschen nehmen die Welt verschieden wahr. Das haben wir oben gesagt. Sie bilden verschiedene \u00e4sthetische Geschmacksbildungen heraus. Einige davon k\u00f6nnte man als m\u00e4nnerspezifisch sehen, andere als frauenspezifisch. Wenn aber der Mann immer noch vielerorts als der Normgeber gilt, aus dessen Augen die Frau in der Kunst beurteilt, kritisiert und bewertet wird, hat die Frau es eben schwer.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Und weiter ist zu fragen: Wie blickt die Frau auf den Mann? Wie blickt der Mann auf die Frau? Nicht nur als Kunstschaffende, auch als Objekt. Dr. Andrea Jahn, die jetzige Direktorin des Saarlandmuseums, (die sich \u00fcbrigens nun daran setzt, das zahlenm\u00e4\u00dfige Ungleichgewicht <\/p><p>zugunsten von Frauen zu ver\u00e4ndern) hat uns den geschlechtsspezifischen Blick auf das andere Geschlecht in ihrer Ausstellung \u201eIn the Cut\u201c, &#8211; damals war sie die Leiterin der Stadtgalerie -, so effektvoll vor Augen gef\u00fchrt. Unter anderem pr\u00e4sentierte sie nebeneinander \u201eL\u2019origine du Monde\u201c von Gustave Courbet (1866) und die Fotografie von Herlinde Koelbl, die den nackten Unterleib eines Mannes in vergleichbarer Pose abgelichtet hatte.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Ich wei\u00df (noch) nicht, welche Wirkung diese gemeinsame Darstellung ausgestellter Frauen- beziehungsweise M\u00e4nnerk\u00f6rper auf M\u00e4nner, auf Frauen hatte. Und ob man sie \u00fcberhaupt empirisch feststellen k\u00f6nnte. Im Laufe der langj\u00e4hrigen Diskussionen dar\u00fcber, wie man der Frau in der Kunst \u2013 und dar\u00fcber hinaus in den anderen Bereichen, zu gleichrangiger Beachtung verhelfen k\u00f6nnte, sind, vor allem die Frauen, viele Wege gegangen.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Auf dem Kunstmarkt haben Frauen versucht, unter M\u00e4nnernamen ihre Kunst der Nichtbeachtung zu entrei\u00dfen. Bei Bewerbungsunterlagen im Berufssektor gibt es inzwischen Bestrebungen, die geschlechtliche Zuordnung durch Anonymisierung unm\u00f6glich zu machen. Andere Frauen haben versucht, durch die sogenannte Appropriation, also ihre Werke dem, was sie als m\u00e4nnlich wahrnahmen, anzugleichen.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Das alles waren Versuche, das Problem der ungleichen Wahrnehmung zu l\u00f6sen.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>K\u00fcrzlich habe ich erfahren von der usbekischen K\u00fcnstlerin Alisa Yoffe, die nun Russland verlassen hat, um von Georgien aus mit ihrer Kunst gegen den Krieg zu k\u00e4mpfen. Sie sieht, hei\u00dft es, \u201eihre soziale und politische Rolle als K\u00fcnstlerin darin, <u>ihre eigene Sprache<\/u> und <u>ihr eigenes Ideensystem <\/u>zu entwickeln.[5]<\/p><p>\u00a0<\/p><p>In ihrer Ausstellung \u201eAll girls to the front!\u201c 2018 in Amsterdam sagte sie: \u201eDie Sph\u00e4re der modernen Kunst und das System des Kunstmarktes sind grunds\u00e4tzlich zutiefst patriarchalisch und bed\u00fcrfen des \u00dcberdenkens und der Umstrukturierung. Gleichberechtigung ist in dem Bereich unm\u00f6glich, in dem die Regeln der M\u00e4nner aufgestellt und M\u00e4nnerspiele durchgef\u00fchrt werden.\u201c[6]<\/p><p>Alisa Yoffe als einen \u201ereinen M\u00e4nnerclub\u201c auffasst, in den \u201ewenn \u00fcberhaupt, Frauen nur als Ausnahme, als Minderheit eintreten.\u201c Sie hat diesen klassischen Kunstmarkt inzwischen verlassen, sie umgeht ihn, indem sie ihre Kunst direkt auf dem Mobiltelefon vermarktet. [7]<\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>6<\/strong><\/p><p><strong>M\u00f6gliche Zusammen-Wege<\/strong><\/p><p>Ich halte diesen kleinen Vortrag in der neuen Gallery Puzic\u0301. Esad Puzic\u0301- m\u00f6chte auch neue Wege gehen innerhalb eines Kunstmarkts, der also immer noch m\u00e4nnerdominiert ist. Esad Puzic\u0301 m\u00f6chte in seiner Gallery Frauen und der regionalen Kunst Raum bieten. Im Unterschied zu Alisa Yoffe und vielen anderen will, wollte ich hier bewusst auf Begriffe, die spalten, die abgrenzen, verzichten. Denn auch diese Art der Kommunikation geh\u00f6rt zu dem hierarchischen Prinzip, das man weniger nachahmen sollte als es zu hinterfragen. Ich glaube, wir sollten eine Art des Umgangs miteinander anstreben, die zusammen f\u00fchrt und nicht abtrennt. Gemeinsam sollten wir eine neue Art der Kunstwahrnehmung anstreben. Man kann weggehen vom Zwang zur vertikalen Einstufung nicht vergleichlicher Kunstwerke, man k\u00f6nnte wegkommen von Konkurrenz, von Beurteilung, Kritik und Bewertung. Man k\u00f6nnte hinkommen, Kunstwerke in ihrem Eigensinn zu betrachten, zu erfassen, sie in ihrem So-Sein wahrzunehmen.<\/p><p>W\u00e4re das ein Ausweg aus der Frage nach \u201eDie Frau in der Kunst\u201c? Ein gemeinsamer, programmatischer Weg von Frau und Mann hin zu einer Kunst, die die Vielfalt der Welt darstellt, ohne Hierarchie, die die Herrschaftsprinzipien, darunter z\u00e4hlt auch der Krieg schlechthin, in Frage stellt und das gemeinsame Ziel, die Erhaltung der Welt, in den Mittelpunkt der Bestrebungen stellt.<\/p><p>Das k\u00f6nnte ein Weg sein mit dem Mann zusammen, und nicht gegen ihn. Solidarit\u00e4t versus Hierarchie. Und vielleicht k\u00f6nnte sich so die Gallery Puzic\u0301 gegen den herk\u00f6mmlichen Markt, in diesem Alleinstellungsmerkmal, behaupten.<\/p><p>\u00a0<\/p><p><em>Anmerkungen<\/em><\/p><p>[1] Vortrag, 8. M\u00e4rz 2023, Gallery Puzic\u0301, Saarbr\u00fccken<\/p><p>[2] Waltraud Schiffels \u201eFrau werden ist mehr als kein Mann mehr sein\u201c, in: Barbara Kamprad, Waltraud Schffels (Hrsg.). Im Falschen K\u00f6rper, Z\u00fcrich: Kreuz-Verlag, 1991, S. 227.<\/p><p>[3] 2015, K\u00f6ln: Kiepenheuer &amp; Witsch, S. 29.<\/p><p>[4] Klaus Modick: Konzert ohne Dichter, K\u00f6ln: Kiepenheuer &amp; Witsch, 2015, S.30f.<\/p><p>[5] Politik als Kunstobjekt in Russland \u2013 Malerin Alisa Yoffe, auf 3sat.de am 1. Februar 2021.<\/p><p>[5] Interview mit Jo Vickery, Expertin f\u00fcr den russischen Kunstmarkt. In The Art.<\/p><p>[7] Alisa Yoffe malt auf ihrem Handy. Arte.tv. Am 31. Januar 2021.<\/p><p><a href=\"#_ftnref\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-945e878 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"945e878\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-12d1451\" data-id=\"12d1451\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-9e2556e elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-divider\" data-id=\"9e2556e\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>. Die Frau in der Kunst Wahrnehmungen dazu und eine subjektiv-eigenwillige Einf\u00fchrung \u00a0 Uschi Schmidt Lenhard \u00a0 1 Die Frau in der Kunst \u2013 Das ist nat\u00fcrlich ein riesengro\u00dfes Thema. Ich aber werde hier, jetzt, nur einen kleinen Vortrag halten, mit meinen subjektiven, vielleicht auch eigenwilligen Wahrnehmungen. 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