Repy (Zdravko Repija)
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Repy (Zdravko Repija) / Biography
Zdravko Repija REPY (@zdravkorepija)
One can find images, many artworks and studio impressions of the Bosnian artist at work, but rarely any concrete information about the life and career of this dadaist performer/maker. Repy seems to be everywhere and nowhere. working in studios in Slovenia and in Berlin, and in the outdoors. Recently he has been present, frequently and insistently, at Gallery Puzić where he has shown his mysterious spoon compositions and the 2024 series of „DIE Linien ohne Titel“ (THESE lines without title). He has a great sense of humor and is a warm, genuinely humane being with his own philosophy: Repyartrium,,, Leben to go.. Ende…
„Ende“: Das ist eines der wesentlichen Worte für Repy. Angefangen hat die Kunst für den Bosnier in Sarajewo. Dort, im Schmelztiegel des ehemaligen Jugoslawien, schulte er sich in der Malerei, studierte an der Akademie. Dort, in der crosskulturellen Stadt, lebte er jahrelang als viel beschäftigter Kunstmaler.
Spielerisch entdeckte er die Linie für sich. „Spaghetti“, nennt er seine sehr persönliche Technik. Virtuos presst er mit der Acryl-Pistole die Farblinien auf die Leinwand. Mit diesen Konturen zeichnet er Gesichter oder Klostergiebel. Er wählt gerne kräftige Farben. Und baut in seine Bilder Gegenstände ein, am liebsten Löffel oder Gabeln aus Holz. Repy mischt gerne Stile.
Figurativ, gegenständlich ist er groß geworden – mit pointierten Porträts oder groben Stadtansichten. Jahrzehntelang hat er die Spaghetti-Technik als Kern seiner Kunst verfeinert – und weiterentwickelt zu Reliefen aus sich überlagernden, sich durchmischenden, sich kreuzenden farbstarken Konturen, gleich einem frisch angerichteten Spaghettiteller: geradezu dampfende, farbige Abstraktionen.
Repy malt aus Lust, in kindlicher, versunkener Hingabe und Konzentration: „Sehr spontan und manchmal hyperaktiv“, wie der 69jährige sagt. Er malt in seiner Berliner Wohnung, die auch sein Atelier ist, im wimmeligen Kreuzberg – oder im sonnigen Piran an Sloweniens Adriaküste, wo er im Sommer mit seinen farbwilden Werken eine Galerie betreibt. Direkt daneben, in Portoroz, hat er jahrelang einen Tunnel bespielt mit Kunst auch von anderen.
Noch bevor der Lebemann sich in Piran breit machte, gewann er dort auch seinen ersten Preis. Bei der landesweit beachteten Kunstschau EX-TEMPORE setzte sich Repy 2001 gegen mehr als 100 andere Künstler durch. 2012 wurde er im bosnischen Tuzla bei der Miniaturen-Biennale ausgezeichnet. Davor, dazwischen, danach: Sammler und Auftraggeber hat Repy viele, ob aus Europa oder aus Übersee. Wo immer Repy auch ist: Die Arbeit, das Malen treibt ihn an aus innerer Notwendigkeit. Groß darüber reden will er nicht. „Meine Malerei beschreibt meinen Charakter und mein Leben“, sagt er: „Ende“. [Carsten Kempf]